1900, 1908 und 1912: Die Göricke-Werke began­nen 1874 als Näh­ma­schi­nen­hand­lung. Später wurden auch Fahr­räder ver­kauft und bald darauf eigene, zunächst unter dem Namen "West­falia", dann "Göricke West­fa­len­rad" bzw. "Göricke­rad" herge­stellt. 1900 wurde die Fabrik in der Paulus­straße bezogen. Bald darauf wurde zusätzlich die Produk­tion von Milch­zen­tri­fugen aufge­nommen. Zwischen 1903 und 1957 wurden mit zum Teil lang­jäh­riger Unter­brechung Motor­fahr­räder, Motor­räder und/oder -roller produ­ziert. "Göricke Motor­räder erran­gen sport­liche Erfolge und gewan­nen viele Zuver­läs­sig­keits­fahrten mit Bravour."1) Ausschnitt aus einer Litho­grafie-Ansichts­karte bzw. Ansichten auf Rech­nungen der Firma.


1901 und 1899: Werbe-Ansichts­karte für die von Göricke ver­kaufte Ideal-Näh­maschine. Interes­sant ist im Hinter­grund der Abtrans­port der alten, der auf der Karte wie folgt kommen­tiert wird:

Fort ist die Alte, welch ein Glück,
vorüber ist das Missgeschick.

Wie aus der Ansichts­karte von 1899 ersicht­lich ist, handelt es sich um das Konkur­renz­produkt einer Adler-Nähmaschine der Firma Koch (Teich- Ecke Mindener Straße, siehe Link im Stadtplan).


1) Kleine Venne­kate, S. 64.