Vereidigung der Luftwaffenhelfer auf dem Kesselbrink 1943: 49,4 KB

1943 (1) und 1943 (2): Fotos von der Verei­di­gung von Luft­waf­fen­hel­fern auf dem Kes­sel­brink1). Biele­feld erlebte einige Luft­an­griffe, den mit Abstand schlimm­sten am 30. Septem­ber 1944 mit über 600 Toten. Im Vorder­grund des zwei­ten Fotos wohl soge­nannte Flak-Ba­racken (Flak = Flug­ab­wehr­kanone) für das Perso­nal der Flak-Geschütze (siehe Foto unten).

Inte­res­sant der Hinter­grund, links die ehema­lige Turn­halle (seiner­zeit Feuer­wache), dahin­ter das Katho­li­sche Vereins­haus (siehe Links im Stadt­plan), vor diesem der Schlauch­turm der Feuer­wehr. Hinter der Turn­halle verläuft die Heeper (Fried­rich-Verle­ger-) Straße. Rechts am Bild­rand der Abzweig Wilhelm­straße.

Auf dem zwei­ten Foto mittig letzt­genann­ter Abzweig, von da ab nach rechts die Gewer­be­bank, das Speise-Restau­rant "Zum Kessel­brink" und schließ­lich, an der Ecke Reichs­post­straße (Fried­rich-Ebert-Straße), das Hotel und Restau­rant "Zur Reichs­post" (siehe Links im Stadt­plan), das bei dem Luft­an­griff am 11. Januar 1944 einen Voll­tref­fer erhielt und dessen Ruine später ersatz­los abge­brochen wurde.

Flak-Feuerleitgeschütz auf dem Kesselbrink 1943: 49,9 KB
1943: Flak-Geschütz auf dem Kessel­brink. Auch die Biele­felder Firma Dürkopp stellte sie in einer eigens dafür gebau­ten Halle an der Kaiser­straße (August-Bebel-Straße) her. Sie zu errich­teten galt wegen der erfor­der­lichen Höhe bei ent­spre­chen­der Größe seiner­zeit als archi­tek­to­nische Meis­ter­leis­tung. Den Zwei­ten Welt­krieg hat sie über­standen und steht heute unter Denk­mal­schutz. Zur Auf­recht­erhal­tung seiner Produk­tion wäh­rend des Krie­ges setzte Dür­kopp, wie viele andere Betriebe, eine nicht geringe Anzahl vornehm­lich ost­euro­pä­ischer Zwangs­arbei­ter:innen ein. Sie waren in einem Lager auf dem Johan­nis­berg inter­niert. Die Mann­schaft am Geschütz wirkt durch­weg wie sehr junge Leute, teils wie Puber­tie­rende.


1) Hier ist der Platz Kessel­brink gemeint. Die Straße glei­chen Namens ver­läuft in Blick­rich­tung hinter diesem, ist die Verbin­dung von der Turner- zur Kaval­le­rie­straße.

Christliches Hospiz "Herberge zur Heimat" Bahnhofstraße 30, 1927