Niedernstraße mit Kirche nach Alter Markt 1906: 48,8 KB

1906 und um 1930: Die Niedern­straße ab ihrem Abknick am Hotel Spengler / Westfä­lische Zeitung Rich­tung Alter Markt. Interes­sant ist die linke Häuser­reihe bis zur Altstäd­ter Kirche. Im Eckhaus (Nr. 6, vor dem Kirch­turm) der Juwe­lier Plet­ten­berg. Am Erker gut zu identi­fi­zieren Nr. 8 - 10, auf dessen Grund­stück vormals zwei Häuser standen. Davor Nr. 12, das Haus, dessen Portal zwecks Erhal­tung an das Bezirks­kom­mando an der Turner­straße 49 (siehe Link im Stadt­plan) umgesetzt wurde. Es wurde für den Bau des "Gloria"-Licht­spiel­theaters abgerissen. Davor das Konzert-Café Fürsten­hof. Auch hier wurde ein altes Giebel­haus durch ein modernes Geschäfts­haus ersetzt. Nr. 16, das Singer®- (Nähma­schi­nen-) Haus beher­bergte Langes Künst­ler­spiele. Eine trau­rige Geschichte ist mit dem Haus Nr. 18 verbun­den: Das hier ansäs­sige Schuh­haus gehörte dem jüdi­schen Kauf­mann Dessauer. In der Reichs­pogrom­nacht vom 10. auf den 11. Novem­ber 1938 wurde es neben 16 weite­ren Geschäften verwüs­tet, die Buch­staben am Namens­zug "Dessauer" über den Schau­fens­tern bis auf die mitt­leren ("sau") durch­gestrichen.
Niedernstraße mit Kirche nach Alter Markt 1925